Das Angertal
Das Angetal - Die Angertalbahn
Durch das Naturgebiet führt der mit starker Strömung fließende Bach, die Anger. Vor und in der Frühzeit der Industrialisierung siedelten sich hier viele Fabriken an, um die Wasserkraft der Anger auszunutzen, sodass einst 20 Wasserräder von ihr angetrieben wurden. Doch die Wasserkraft war sehr unzuverlässig. Im Winter froren die Wasserräder häufig ein, und im Sommer führte die Anger häufig zu wenig Wasser. So setzte man Anfang des 20. Jahrhunderts mehr und mehr auf Dampfkraft. Eine der wichtigsten Fabriken im Angertal war die Baumwollspinnerei Brügelmann, die ihre Maschinen zunächst ausschließlich mit Wasser- und später auch mit Dampfkraft antrieb. Für weitere Informationen hierzu empfehlen wir einen Besuch der Außenstelle Ratingen-Cromford des Rheinischen Industriemuseums.
Die 1903 fertig gestellte Angertalbahn versorgte die Fabriken mit dem Brennstoff Kohle und bot einen günstigen Abtransport der hergestellten Produkte. Auch Brügelmann nutze die Eisenbahn als Transportmittel seiner Erzeugnisse. Doch Damals wie heute dominierte der Kalktransport, so ist es wohl kaum ein Wunder, dass der Volksmund die fast 18 km lange Strecke auf den Namen „Kalkbahn“ „taufte“.
Der Personenverkehr auf der Angertalbahn war zu keinem Zeitpunkt rentabel, so dass er mehr und mehr "ausgedünnt" wurde, bis er im September 1955 gänzlich eingestellt wurde. Umso mehr liegt es uns als Ratinger Firma am Herzen, dass die wunderschöne Kalkbahn nicht in Vergessenheit gerät. Wir laden Sie herzlich ein auf eine Reise, bei der Industriekultur und Natur so dicht wie nur möglich im Einklang zu erleben sind. Die Reise geht vorbei am "Blauen See", der Papierfabrik "Bagel", der Auermühle und der Müschenau.